Du triffst sie. Du vertraust ihr. Du gehst ihr in die Falle.                                                                                 ***WERBUNG***
 
 
Claire finanziert ihr Schauspielstudium mit einem lukrativen Nebenjob: Für Geld flirtet sie mit verheirateten Männern, deren Ehefrauen wissen wollen, ob sie ihnen wirklich treu sind. Doch die Frau von Patrick Fogler ist nicht nur misstrauisch – in ihren Augen liest Claire Angst. Und am Morgen nach Patricks und Claires Begegnung ist sie tot. Die Polizei verdächtigt den Witwer, und Claire soll helfen ihn zu überführen – wenn sie nicht will, dass die Polizei herausfindet, was sie selbst in der Mordnacht getan hat. Doch Patrick wirkt nicht nur beängstigend und undurchschaubar, er fasziniert Claire. Und sie ahnt: Sie muss die Rolle ihres Lebens spielen ...
 
Ein Neuer Thriller in meiner Sammlung.Der Klappentext hört sich sehr gut und Spannend an was mich sehr reizte dieses Buch zu lesen.
 
 
Ich für mich muss sagen das Buch liest sich für mich recht flüssig und auch sehr leicht.
Ich bin gut in die Geschichte rein gekommen,so viel zum Schreibstil was mit der Geschichte nix zu tun hat.
 
Im laufe des Lesens weiß man aber nie wer ist nun gut und wer ist der Böse es gibt viele Wendungen und Überraschungen.
 
Das was etwas mühsam zu lesen war das waren Ausschnitte aus den Gedichten,die für mich nicht so interessant waren und auch nicht so richtig passten was da schon etwas die Spannung aus der Geschichte nimmt was der Schriftsteller aber nachher wieder gut auffängt und wieder Spannung einbringt.
 
Leider verliert sich mittig des Buches die Story und der Fokus liegt auf einmal auf was ganz anderem als dem Mord.(Die Stelle mit den Gedichten )
 
Irgendwann driftet das Buch dann zwar wieder auf die eigentliche Geschichte aber irgendwie war dann die Luft raus.
Da man aber eben wissen will wie nun alles war liest man ja eben weiter. Und etwas Spannung kam dann auch wieder in die Geschichte. Das Ende war dann auch wieder gut geschrieben und auch sehr überraschend interessant. Es ist nicht unbedingt vorhersehbar.
 
Mein Fazit ist so ein gemischtes da es eigentlich eine Spannende Geschichte ist und es auch eigentlich sehr gut anfängt aber eben eine lange Spannung´s Pause drinnen ist,die man eben trotzdem liest um eben das Ende zu lesen.
Durch den Klappentext habe ich mir etwas mehr versprochen und war dann etwas enttäuscht das es dann doch nicht so Spannend war ich ich es mir vorgestellt habe.
 
 
Leseprobe:
 
Prolog
 
Am Abreisetag soll vor zwölf Uhr ausgecheckt werden. Auf
der sechsten Etage des Lexington Hotel sind um elf fast alle
Zimmer geräumt. Hier in Midtown Manhattan sind sogar die
Touristen im Stress, weil jede Menge Galerien, Kaufhäuser und
Sehenswürdigkeiten abgeklappert werden wollen. Langschläfer
wurden längst geweckt vom spanischen Palaver der Zimmermädchen, die im Wäscheraum neben dem Fahrstuhl Nachschub
holen, um alles für den Ansturm am Nachmittag vorzubereiten.
An den Tabletts mit Frühstücksresten vor den Türen kann
man erkennen, wo noch geputzt werden muss.
Vor der Terrace Suite steht kein Tablett.
Jeden Morgen bekommen die Gäste die New York Times.
Von der Terrace Suite wurde dieses Angebot nicht genutzt.
Die Zeitung liegt unberührt auf der Fußmatte. Am Türgriff
hängt das BITTE NICHT STÖREN-Schild.
Diese Suite nimmt sich Consuela Alvarez zuletzt vor. Ihr Rücken tut weh, weil sie bereits zwölf Betten gemacht und ebenso
viele Duschkabinen geschrubbt hat. Mit ihrer Chipkarte klopft
sie an die Tür, ruft »Zimmerservice« und wartet auf eine Antwort.
Nichts tut sich.
Als Consuela das Zimmer betritt, fällt ihr sofort die Kälte
auf. Eisiger Wind fegt zwischen den Vorhängen herein. Verärgert schnalzt sie mit der Zunge und zieht an der Vorhangkordel. Graues Licht dringt ins Zimmer, in dem es total chaotisch
aussieht.
Consuela schließt absichtlich laut das Fenster, doch die Person im Bett rührt sich nicht.
»Bitte … Sie müssen jetzt aufstehen«, sagt Consuela verlegen.
Die Person ist von Kopf bis Fuß vom Laken bedeckt wie von
einer Schneeschicht......
 
Fünf Tage zuvor
 
Mein Freund ist noch nicht da.
Das ist es wohl, was man bei meinem Anblick denkt. Ich sitze
in der Bar eines New Yorker Businesshotels am Tresen und trinke meine Virgin Mary in so winzigen Schlucken, als müsse sie
für den ganzen Abend reichen. Eine berufstätige junge Frau, die
auf ihre Verabredung wartet. Vielleicht ein bisschen eleganter
gekleidet als die meisten anderen Frauen hier. Man sieht, dass
ich nicht direkt aus dem Büro komme.
Am Ende der Bar eine Gruppe trinkfreudiger junger Männer,
die laut reden, sich gegenseitig auf die Schulter hauen. Einer –
gut aussehend, teure Klamotten, durchtrainiert – schaut zu mir
herüber und lächelt. Ich wende den Blick ab.
Kurz darauf wird weiter hinten ein Tisch frei, an den ich mich
mit meinem Glas setze. Wo sich dann folgende Szene abspielt:
 
INNEN. BAR DES DELTON HOTEL, West 44th Street, NEW
YORK – NACHT.
 
MANN (ärgerlich) Entschuldigung?
 
Jemand steht vor mir. Typ Geschäftsmann, Mitte vierzig, teurer Freizeitanzug, Haare etwas länger als an der Wall Street
üblich, kein durchschnittlicher Bürohengst.
Der Typ ist wütend. Sehr wütend.
 
ICH Ja?
 
MANN Das ist mein Tisch. Ich war nur kurz weg.
Er zeigt auf Laptop, Glas, Zeitschrift; all das hatte ich vorgeblich nicht bemerkt.
 
MANN Das da sind mein Drink und meine Sachen. Ist doch
nicht zu übersehen, dass der Tisch besetzt ist.
 
Andere Gäste schauen zu uns herüber. Aber es wird hier keinen Stress geben. Ich stehe bereits auf, hänge meine Handtasche um. Vermeide eine Auseinandersetzung.
 
ICH Tut mir leid, das hatte ich nicht bemerkt. Ich setze mich
woandershin.
 
Ich trete einen Schritt beiseite, sehe mich um, etwas hilflos,
denn es ist alles voll, und mein vorheriger Platz ist jetzt auch
besetzt.
Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie der Mann mich mustert, den Blick über die Donna-Karan-Jacke gleiten lässt, die
Jess nur bei Castings trägt  – weiches schwarzes Kaschmir,
das meine helle Haut und meine dunklen Haare unterstreicht.
Und ich spüre, wie der Typ merkt, dass er im Begriff ist, einen
idiotischen Fehler zu machen.
 
MANN Warten Sie … wir können uns den Tisch auch teilen.
Er deutet darauf.
 

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